BMCR 2021.10.48

Leben und Fabeln Äsops: Griechisch – deutsch

, Leben und Fabeln Äsops: Griechisch - deutsch. Sammlung Tusculum. Berlin; Boston: De Gruyter, 2021. Pp. 434. ISBN 9783110713213 $57.99.

Im Bereich der antiken Fabel hat Niklas Holzberg bereits mit seiner erstmals 1993 erschienenen Einführung Die antike Fabel (3. Aufl. 2012; englische Übersetzung 2002) wegweisend gewirkt und gezeigt, wie fruchtbar es ist, diese Texte und Sammlungen als literarische Kunstwerke ernst zu nehmen. Besonders verdienstvoll ist es, dass nun in kurzer Reihenfolge zweisprachige Ausgaben aus seiner Hand erschienen sind, die die Texte auch einem breiteren Publikum zugänglich machen. Nach den Phaedrus-Fabeln (2018) und den Babrios-Fabeln (2019) liegen jetzt die Äsop-Fabeln vor; erfreulicherweise wird die kleine Reihe durch die Avian- und Romulus-Fabeln demnächst vervollständigt. Der besondere Reiz der vorliegenden Ausgabe ist, dass die Fabeln Äsops gemeinsam mit der fiktionalen Vita Äsops veröffentlicht sind, zu deren wissenschaftlichen Rezeption Holzberg ebenfalls einen entscheidenden Anstoß geleistet hat (1992).

Über das unübersichtliche Feld der Äsop-Fabeln und der Vita informiert eine mehr als dreißigseitige Einführung. Diese ist so nüchtern wie erfrischend, auch für Nichtwissenschaftler verständlich und auf dem neuesten Stand der Forschung. Holzberg greift hier seine u.a. 1992, 2005 und 32012 vorgestellten Thesen auf und entwickelt sie weiter. Gleich zu Beginn wird so mancher Fachfremde mit Verwunderung lesen, dass es keineswegs als sicher gelten kann, dass Äsop überhaupt existiert hat. Holzberg verweist zu Recht darauf, dass die lehrhaften Geschichten der Fabeln selbst fiktional sind, Äsop in diesen häufig auftritt und daher als Fabelfigur gesehen werden kann. Die Sammlung der ‚äsopischen Fabeln‘ weist das Griechisch des 1./2. Jh.s n. Chr. auf. Ihr war die fiktionale Vita wohl aus dem frühen 2. Jh. n. Chr. vorangestellt, die vom Leben Äsops als Sklaven und seinem Tod in Delphi berichtet. Durch die Kombination der beiden anonym überlieferten Werke wird die Sammlung zu dem Fabelbuch, das, wie wir in der Vita lesen (Kap. 100), bereits Kroisos besessen haben soll.

Holzberg zeigt, dass die Anlage der Vita der Gliederung eines Großteils der Fabeln gleicht. In diesen unternehmen die Protagonisten etwas, rufen dadurch eine Gegenreaktion hervor, kommen im dritten Teil zu Tode und ziehen dabei eine Lehre, die im Epimythion nochmals ausgeführt wird. In diesem Sinne ließe sich auch die Vita als Fabel lesen: Äsop habe die Menschen in der Stadt mit dem Apollon-Orakel beleidigt; die Priester hätten ihm dann eine goldene Schale in das Gepäck geschmuggelt, um ihn wegen Tempelraubs anzeigen zu können; der zum Tode verurteilte Äsop habe erkannt, dass er an seinem Unglück mitschuldig sei. Es ist daher sehr wahrscheinlich, dass der anonyme Verfasser der Vita aus den wenigen tradierten Fakten des historischen (?) Fabeldichters eine wie eine Fabel gezeichnete romanhafte Lebensschilderung geschaffen hat. In seiner Analyse zeigt Holzberg im Folgenden, dass die fortlaufende Sequenz von Episoden nicht auf mangelnde konzeptuelle Fähigkeit und Beliebigkeit zurückzuführen ist; vielmehr könne die Vita als eine vom Ende her erzählte einzige große Fabel mit Fabeleinlagen gelesen werden  wie auch das Markusevangelium mit seinen Gleichnissen als eine einzige große Parabel.

Die in die Vita eingelegten Fabeln selbst unterteilt Holzberg in drei Typen: (a) Fabeln, aus denen in einer bestimmten Situation eine Lehre zu ziehen ist (s.o.), (b) Fabeln, die eine Belehrung durch eine Narration, z.B. ein Aition, geben, und (c) Fabeln, die von der Lösung eines Rätsels oder einer Aufgabe erzählen. Aufschlussreich ist, dass diese verschiedenen Typen in der Vita gezielt verankert sind, wobei die Dreizahl als strukturierendes Prinzip auffällt. Auch die recht komplexe Überlieferungsgeschichte der Vita wird verständlich vorgestellt. Holzberg selbst beschränkt sich in seiner Ausgabe auf den Text der ältesten Fassung, nämlich der Vita G, und fügt nur in deren Lücken Passagen aus der späteren, sprachlich höherstehenden Fassung, der Vita W, ein. Dies ist eine sinnvolle Entscheidung für die vorliegende Ausgabe. Hierdurch wird auch deutlich, dass die Erzählweise der Vita den Duktus der Fabeln selbst übernimmt und somit zur Hauptfigur, dem Antihelden und hässlichen, spottenden, gefragt und ungefragt belehrenden und oft provozierenden Fabelerzähler bestens passt. Man kann Holzberg ebenso bei seiner Vermutung folgen, dass floskelhafte Wendungen in der Vita in ihrer auffallend schlichten Formulierung, die man ebenso in der Fabelsammlung findet, als Gegenpart zu homerischen Formelversen verstanden werden können. Ferner stimmt man gern der Auffassung zu, dass es sich generell um einen Text handelt, der mit intertextuellen Bezügen – wie etwa zu Homers Odyssee, aber auch zu vielen noch aufzuarbeitenden Texten der griechischen Dichtung und Prosa von der Archaik bis in die frühe Kaiserzeit – sein literarisches Spiel treibt, ja Holzberg sieht in der Gegenüberstellung zur Odyssee sogar „die Parodie des Anti-Textes auf die große Poesie“ (23) und ähnlich in der Hauptfigur eine Karikatur des Sokrates aus Platons Phaidon. Das bedeutet aber auch, dass bei dem Publikum eine entsprechende Bildung vorausgesetzt wurde, um mit Vergnügen all diese Prätexte herauslesen zu können. Zu Recht weist Holzberg Versuche zurück, Bezüge zu aktuellen politischen Ereignissen oder bestimmten geistigen Strömungen festzumachen. Das Werk vermittle keine „message“, abgesehen von der aus einer kynischen Grundhaltung resultierenden Anregung, aufgrund der Darstellung einer verkehrten Welt über die vermeintlich nicht verkehrte Welt nachzudenken und sich zu amüsieren.

Zur Fabelsammlung und ihrer trümmerhaften Überlieferung gibt es eine leicht verständliche Einführung. Von den drei Redaktionen hält sich Holzberg an die sogenannte Collectio Augustana aus der frühen Kaiserzeit, auch wenn offensichtlich ist, dass dies nicht der Originaltext der ‚Fabeln Äsops‘ ist, da Fabeln verloren gingen und wohl andere, spätere hineingerieten. In der alphabetischen Anordnung vermutet Holzberg mit Verweis auf Babrios nicht die Tätigkeit des Redaktors eines Promptuariums, sondern eine mögliche Kombination von alphabetischer Reihung mit einer thematischen Vernetzung, wodurch sich noch Fragen zur Buchstruktur öffnen. Die schlichte Ausgestaltung erklärt er nicht unbedingt durch den Wunsch, in einem Promptuarium schlichte Texte für Rhetoren und Dichter zur Verfügung zu stellen, sondern erkennt darin durchaus einen eigenen stilistischen Anspruch; hier entwickelt er Nøjgaards (1964 & 1967) auf strukturalistischen Ansätzen beruhende Überlegungen weiter. Da sich in der Vita Fabeln finden, die in der Sammlung inhaltlich ähnlich, aber im Wortlaut unterschiedlich erzählt sind, vermutet Holzberg schließlich, dass der Anonymus die fiktionale Vita verfasste, aus einer früheren Sammlung sowie anderen Quellen eine neue Sammlung erstellte und mit Rücksicht auf sein Gesamtkonzept adaptierte.

Hier ist noch viel zu tun, aber Holzbergs Analysen sind höchst aufschlussreich ‒ etwa, dass von den 83 nur für diese Sammlung nachzuweisenden Fabeln eine große Zahl, nämlich 31, nicht zu den ‚typischen‘ Tierfabeln gehören, da in ihnen Menschen handeln bzw. Tiere nicht anthropomorph gezeichnet sind; d.h. es sind Fabeln, die durch ihre realistische Darstellung, ihre schwankhaften Inhalte und epigrammatischen Schlusspointen auffallen. Dass Pro- oder Epimythien häufig nicht recht zur Fabel selbst passen, findet sich in allen antiken Fabelsammlungen. Bei der Collectio Augustanasteht die schulmeisterhafte Moralisierung häufig in besonderem Gegensatz zu der originellen Pointe der Erzählung. Holzberg bleibt hier vorsichtig, da sich die Lesererwartung des 1./2. Jh.s n. Chr. von der unseren unterscheiden mag, hält es aufgrund mancher besonders markanter Beispiele (z.B. 193) aber durchaus für möglich, dass hier sogar eine Parodie der Gattung vorliegen könnte. Angesichts der aufgelisteten Fabeln, die alle herrlich skurril sind (z.B. 28, 57, 88, 122, 207, 231), mag man Holzbergs Aufforderung, die „Perlen der narrativen Kleinkunst“ nicht nur zu lesen, sondern endlich einmal gründlich zu interpretieren (34), begrüßen. Ein Kapitel zur Rezeption und ein ‚Epimythion‘ zur Textgestaltung und eigenen Übersetzung beschließen die Einführung.

Die besondere Leistung des Buchs, nämlich die Textgestaltung und Übersetzung, kann hier nur in Kürze gewürdigt werden. Für die Buchreihe eher ungewöhnlich findet sich zur Vita ein kleiner textkritischer Apparat unter dem Text, in dem die Abweichungen zur Ausgabe von Perry (1952) vermerkt sind. Dies ist sinnvoll, da eine allen Ansprüchen genügende Ausgabe noch aussteht. Für die Fabeln übernimmt H. Perrys Text (ohne textkritischen Apparat) und dessen Zählung. Die Übersetzungen sind bewusst wörtlich und unterstreichen dadurch den Nutzen einer zweisprachigen Ausgabe, da sich beim Lesen die Eigenheiten des griechischen Textes bestens nachvollziehen lassen. Neben dieser eher pragmatischen Begründung hat das dokumentarische Übersetzen (im Sinne Schadewaldts) hier einen besonderen Vorzug. Vita wie Fabeln können den Eindruck vermitteln, in einfachem Griechisch verfasst zu sein, sind jedoch in Wortwahl und Syntax oft eigenwillig. Die bisherigen deutschen Übersetzungen (s.u.) bieten eine stilistisch zumeist erheblich elegantere Fassung als die griechische. Holzberg bleibt dagegen bei der Wiedergabe einzelner Wörter möglichst nahe an der Grundbedeutung und greift nur selten zu paraphrasierenden Ausdrücken – gut zu sehen bei der Aufzählung der körperlichen Eigenheiten Äsops gleich zu Beginn der Vita (κακοπινὴς τὸ ἰδέσθαι, εἰς ὑπεραισίαν σαπρός, προγάστωρ, προκέφαλος, σιμός, λορδός, μέλας, κολοβός, βλαισός, γαλιάγκων, στρεβλός, μυστάκων, προσημαῖνον ἁμάρτημα – „abstoßend anzusehen, ekelhaft im Übermaß, dickbäuchig, mit einem Auswuchs am Kopf, plattnasig, bucklig, dunkelfarbig, kleinwüchsig, krummbeinig, kurzarmig, schielend, schnurrbärtig, eine stark ins Auge fallende Missgeburt“).Auch syntaktisch folgt Holzbergʼs deutsche Version der griechischen und fordert den Leser daher in gleicher Weise, insbesondere durch den Verzicht auf erklärende Ergänzungen z.B. bei Namen oder Sprecherangaben.[1] Da die Übersetzung so schlicht ist, wirken manche deutsche Ausdrücke etwas gehoben, so z.B. „Gebieter“ für δεσπότης statt eines einfachen „Herr“ oder „Hausherr“, oder „Mahl“ für δεῖπνον statt „Essen“. Insgesamt jedoch ist die Übersetzung in ihrem Gesamtduktus überzeugend und zugleich eine höchst vergnügliche Lektüre.

Die Anmerkungen sind knapp gehalten; bei der Vita beschränken sie sich auf die nötigsten Sachangaben, bei den Fabeln auf die Nummerierung bei Hausrath (1970/59) sowie auf Angaben zu Paralleldarstellungen aus Antike, Mittelalter und Neuzeit (unter Rückgriff auf van Dijk 2015). Eine kurze Bibliographie und ein „Fabelindex“, der auf die Protagonisten verweist, runden die Ausgabe ab. Wer oft mit Äsop-Fabeln arbeitet und sich über die unterschiedlichen Zählungen ärgert, wünschte sich vielleicht eine Konkordanz; doch hätte diese wohl den Umfang des Buchs gesprengt.

Zu kritisieren gibt es kaum etwas. Wohl dem Wunsch des Verlags zuzuschreiben ist der Wechsel des griechischen Zeichensatzes; mir erschien das Druckbild des Babrios-Bandes klarer. Etwas irreführend ist die Behauptung des Klappentextes, dass hier „die erste zweisprachige Edition der unter dem Namen des Äsop überlieferten Sammlung griechischer Prosafabeln“ geboten werde, zumal Holzberg selbst auf die deutschen Übersetzungen von Irmscher (dt.; 1978), Nickel (gr./dt.; 2005) und Voskuhl (gr./dt.; 2005) verweist (und zu letzterer sogar das Nachwort verfasste). Die erste deutsche Übersetzung der Vita von Poethke (dt.; 1974) ist nicht mehr lieferbar. Neu (und höchst begrüßenswert) ist daher die Kombination von Vita und Fabelsammlung in einer zweisprachigen Ausgabe. Sehr selten sind kleinere Versehen zu vermerken. So ist mir z.B. unverständlich, wieso zur Fabel 63, die zu den Unikaten zu gehören scheint, auf Parallelen verwiesen wird (z.T. unter Rückgriff auf van Dijk [2015] 208), die (bis auf La Fontaine 8,4) nur zur Fabel 100 einen Sinn ergeben. Die Fabel 63 scheint in ihrer selbstreflexiven, ja dekonstruktivistischen Aussage das widerzuspiegeln, was Holzberg so trefflich als Eigenheit der Sammlung des Anonymus charakterisiert. Selbst wenn man sie als historische Aussage des griechischen Redners Demades lesen wollte, bleiben die Aufnahme in die Fabelsammlung und die Ausgestaltung bemerkenswert. Denn eine ähnliche Anekdote findet man auch über Demosthenes (Ps.-)Plu. Moralia (Vit. X Orat.) 848a (= 460 P.), aber eben nicht in einer Fabelsammlung; zudem fehlt der dort von Demosthenes erzählten Fabel von zweien, die um das Recht auf des Esels Schatten streiten, die herrlich pointierte Pointenlosigkeit. Die Fabel 63 sei daher am Ende als Eindruck der Übersetzung und als Anregung zu weiterer Lektüre zitiert:

Δημάδης ὁ ῥήτωρ
Δημάδης ὁ ῥήτωρ δημηγορῶν ποτε ἐν ᾿Αθήναις, ἐκείνων μὴ πάνυ τι αὐτῷ προσεχόντων, ἐδεήθη αὐτῶν ὅπως ἐπιτρέψωσιν αὐτῷ Αἰσώπειον μῦθον εἰπεῖν. τῶν δὲ συγχωρησάντων αὐτῷ ἀρξάμενος ἔλεγε· “Δήμητρα καὶ χελιδὼν καὶ ἔγχελυς τὴν αὐτὴν ὁδὸν ἐβάδιζον. γενομένων δὲ αὐτῶν κατά τινα ποταμὸν ἡ μὲν χελιδὼν ἔπτη, ἡ δὲ ἔγχελυς κατέδυ.” καὶ ταῦτα εἰπὼν ἐσιώπησεν. ἐρομένων δὲ αὐτῶν· “ἡ οὖν Δήμητρα τί ἔπαθεν;” ἔφη· “κεχόλωται ὑμῖν, οἵτινες τὰ τῆς πόλεως πράγματα ἐάσαντες Αἰσώπειον μῦθον ἀκούειν ἀνέχεσθε.”
Οὕτω καὶ τῶν ἀνθρώπων ἀλόγιστοί εἰσιν ὅσοι τῶν μὲν ἀναγκαίων ὀλιγωροῦσι, τὰ δὲ πρὸς ἡδονὴν μᾶλλον αἱροῦνται.

Der Redner Demades
Als der Redner Demades einmal vor dem Volk in Athen sprach und die Leute ihm nicht viel Aufmerksamkeit schenkten, bat er sie um Erlaubnis, ihnen eine äsopische Fabel zu erzählen. Sie gestatteten es ihm, er begann und sagte: „Demeter, die Schwalbe und der Aal gingen denselben Weg. Als sie an einen Fluss kamen, flog die Schwalbe, der Aal aber tauchte unter.“ Und nachdem er das gesagt hatte, verstummte er. Da fragten sie ihn: „Was geschah nun mit Demeter?“, und er sprach: „Sie zürnt euch, weil ihr die Staatsangelegenheiten unbeachtet lasst und in aller Ruhe eine äsopische Fabel anhört.“
So sind auch bei den Menschen diejenigen unvernünftig, die das Notwendige vernachlässigen, aber das, was ihnen Freude macht, vorziehen.

Zitierte Literatur

Hausrath, A.: Corpus fabularum Aesopicarum. I. Fabulae Aesopicae soluta oratione conscriptae. Editionem alteram curavit H. Hunger. Indices ad fasc. I & II adiecit H. Haas, Fasc. I., Leipzig 1970; Fasc. II., Leipzig 1959.

Holzberg, N. (Hg.): Der Äsop-Roman. Motivgeschichte und Erzählstruktur, Tübingen 1992.

Holzberg, N.: Die antike Fabel. Eine Einführung, Darmstadt 32012 (engl. Übersetzung 2002).

Holzberg, N.: Phaedrus. Fabeln. Lat.-dt., Berlin/Boston 2018.

Holzberg, N.: Babrios. Fabeln. Gr.-dt., Berlin/Boston 2019.

Irmscher, J.: Antike Fabeln. Hrsg., mit Einleitung und Anmerkungen versehen, aus dem Griechischen und Lateinischen übersetzt, Berlin/Weimar 1978 (Ndr. Köln 2006).

Nickel, R.: Äsop. Fabeln. Gr.-dt., Düsseldorf/Zürich 2005.

Nøjgaard, M.: La fable antique. I & II, København 1964 & 1967.
Perry, B. E.: Aesopica. A series of texts relating to Aesop or ascribed to him or closely connected with the literary tradition that bears his name. Collected and critically edited, in part translated from oriental languages, with a commentary and historical essay, Urbana/Chicago 1952.

Poethke, G.: Das Leben Äsops. Aus dem Griechischen. Mit Einleitung hrsg. und erläutert v. W. Müller, Leipzig 1974.

van Dijk, G.-J.: Aesopica Posteriora. Medieval and Modern Versions of Greek and Latin Fables, Milano 2015.

Voskuhl, Th.: Äsop. Fabeln. Gr.-dt. Übersetzung und Anmerkungen von Th. V., Nachwort von N. Holzberg, Stuttgart 2005.

Notes

[1] Bisweilen kann das zu Verständnisschwierigkeiten führen. Z. B. gibt H. das in der Vita häufig bei der Aufzählung verschiedener Meinungen benutzte „ἄλλος·“ immer mit „Ein anderer:“ wieder. In Kap. 3 ist aber unklar, wieso plötzlich nach dem Herrn auch noch „ein anderer“ einen Auftrag an einen (anderen) Sklaven gibt, da vorher nicht erzählt wird, dass der Herr in Gesellschaft ist. Wenn man hier nicht überhaupt athetiert, sondern den Tex beibehält und auch im Deutschen die verknappte Ausdrucksweise übernimmt, wäre zumindest eine Anmerkung hilfreich.