BMCR 2020.11.06

Helden müssen sterben. Von Sinn und Fragwürdigkeit des heroischen Todes

, , , Helden müssen sterben. Von Sinn und Fragwürdigkeit des heroischen Todes. Baden-Baden: Ergon Verlag, 2019. Pp. 288. ISBN 9783956504068 €54.00.

[Autoren und Titel sind unten aufgeführt.]

In dem vorliegenden Sammelband, welcher vierzehn Beiträge von Autoren unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen in sich vereint, wird die Rolle des Sterbens bzw. Todes von Heldenfiguren im Hinblick auf deren Status als Helden thematisiert. Grundsätzlich wird dabei zwischen dem „Tod von Helden“ und dem „heldenhaften Tod“ unterschieden (S. 9). Was die zeitliche Verortung der behandelten Themen angeht, ist ein klarer Fokus auf Antike und Moderne resp. Postmoderne erkennbar. Räumlich liegt die überwiegende Gewichtung auf der westlichen Welt, vor allem Europa. Außerwestliche Heroisierungsphänomene werden kaum berücksichtigt. Der Band bietet eine breite Auswahl von Themen verschiedener Epochen und Räume, jedoch mit klaren Schwerpunktsetzungen.

Die Beiträge setzen sich vor allem mit zwei zentralen Fragestellungen auseinander: (a) Wie werden Sterben, Tod und heroisches Handeln in Bezug zueinander gesetzt, und welche Beziehungen stellen Darstellungen heroischen Sterbens zwischen den Heldenfiguren und ihrem jeweiligen Publikum her? (b) Welche Bedeutung haben Sterben und Tod für Heroisierungsprozesse und die Zuschreibung heroischer Qualitäten?

Grundlegende Antworten und Ergebnisse werden bereits in der Einleitung vorausgeschickt: Tod und Heldentum müssen nicht notwendigerweise miteinander verknüpft sein; auch muss der Heldentod nicht im Kontext eines Streits bzw. Kampfes mit einem Gegner von „Außen“[1] situiert sein, sondern kann durchaus auch – wie im Falle eines Selbstopfers oder Suizids – gegen den Helden selbst gerichtet sein (S. 9). Heroischer Tod und Heldentod sind überwiegend männlich konnotiert. Ein Heldentod bezieht sich stets auf eine „höhere Sache“ (S. 12). Das Sterben eines Helden ist stets ein Politikum. Der Tod kann zentrale Elemente des Heroischen, wie etwa Grenzüberschreitung und Polarisierung, verstärken. Es geht hierbei um den Gegensatz von „außeralltäglichem Sterben“ und dem Tod als dem Ende des „alltäglichen Lebens“ (S. 12). So können Heroisierungen eine Strategie darstellen, dem Leben über den Tod hinaus Sinn zuzuschreiben.

Eine Besonderheit des Buches ist, dass die Beiträge nicht chronologisch, sondern nach thematischen Gesichtspunkten geordnet sind. Das Resultat ist eine Einteilung in vier thematische Blöcke (siehe Inhaltsverzeichnis unten), von denen der dritte mit sechs Beiträgen mit Abstand am längsten ausfällt. Dies soll laut den Herausgebern eine intertemporale und interdisziplinäre Betrachtung ermöglichen (S. 10). Dieses Ansinnen erfüllt der Band auch durchaus, jedoch zeichnen hierfür die Beiträge selbst, nicht aber deren Anordnung, verantwortlich. Die Gliederung erscheint vielmehr problematisch: Die Benennung der Themenblöcke und die Zuordnung der unterschiedlichen Artikel zu diesen ist nicht ganz nachvollziehbar und erweist sich bisweilen auch als irreführend. So heißt etwa der erste Block „Der Tod des Helden und der heroische Tod“, die entsprechenden Artikel behandeln aber hauptsächlich rezeptionsgeschichtliche Aspekte. Auch beim zweiten Block („Grenzüberschreitungen“) stellt sich die Frage, welche Grenze in den darunter zu findenden Fällen nun konkret und im Unterschied zu den Beiträgen der anderen Themenblöcke überschritten wird. Die Benennung von Themenblock drei („Die Toten heroisieren“) ist hingegen so allgemein gehalten, dass man diesem problemlos die Mehrzahl der in dem Band zu findenden Beiträge hätte zuordnen können.

Der Beitrag von Peter Eich, Anna Schreurs-Morét und Sitta von Reden untersucht die Wirkung des Todes von Sokrates als Vorbild und Präfigurat für jenen des Seneca. Ferner wird ein Schwerpunkt auf Rezeption des heroischen Philosophentodes des Seneca in der frühneuzeitlichen darstellenden Kunst – vor allem des 17. Jahrhunderts – gelegt. Untersucht werden Gemälde und Zeichnungen, deren Urheber bzw. Auftraggeber durch die neostoizistische Schule des Justus Lipsius – dessen Editionen der Werke des Seneca und Tacitus sich unter zeitgenössischen Gelehrten und Künstlern großer Beliebtheit erfreuten – beeinflusst waren.

Stefan Tilg behandelt das Sterben bzw. den Tod heroisierter Dichter, was insofern unkonventionell ist, da der Dichter ansonsten der „archetypische Heldenmacher“ (S. 67) ist, sodass hier in gewisser Weise der Spieß umgedreht wird. Homer, Archilochos, Vergil und Horaz sind nur einige der Poeten, deren Heroisierung entweder durch die Dichter selbst, deren Verehrer oder auch beide untersucht wird.

Der Beitrag von Achim Aurnhammer beleuchtet die unterschiedliche Verarbeitung und Inszenierung des Todes der Kleopatra in Bildkunst und Dichtung des 17. Jahrhunderts. Eine Gemeinsamkeit der verschiedenen Bearbeitungen der Thematik ist, dass Kleopatra stets als femme forte erscheint, und dass ihre Geisteshaltung gegenüber dem Tod bzw. Sterben im Vordergrund steht, sodass eine „Interiorisierung des Heroischen“ (S. 101) stattfindet. Innovativ ist Aurnhammers Beobachtung, dass durch diese Vergeistigung das Heldische vom Militärischen losgelöst wird und dadurch auch seine geschlechtliche Bindung einbüßt (S. 101). Damit wird in weiterer Konsequenz auch klar, dass der heldische Tod der Kleopatra nicht anhand männlicher Charakteristika rezipiert wird, was eine markante Ausnahme darstellt.

In dem von Jürgen Dendorfer verfassten Beitrag geht es um die Fragen, ob Ritter sterben müssen, um zu Helden zu werden, und, falls ja, auf welche Weise dies zu geschehen hat. Der Autor räumt dabei auf scharfsinnige Weise mit diversen Vorurteilen über das „heldische“ Hochmittelalter auf: So wird der ritterliche Einzelkämpfer, welcher sich durch besondere Waffentaten zu beweisen sucht und dabei den Tod findet, in den mittelalterlichen Quellen des 12. Jahrhunderts nicht zum schillernden Vorbild und Helden stilisiert, sondern durchaus differenziert bewertet, wobei man auch nicht davor zurückschreckt, dem Toten bisweilen fehlgeleitete Eigeninitiative, Nachlässigkeit und Disziplinlosigkeit vorzuwerfen. In anderen Fällen wird wiederum von Heldentaten berichtet, ohne jedoch die Ausführenden namentlich zu nennen. Der Tod an sich sowie die Art und Weise, in welcher er eintrat, stellten also keine condiciones sine qua non für eine potentielle Heroisierung von Rittern dar.

In dem Beitrag von Nicole Falkenhayner wird ein Bild der Popkultur der 1990er Jahre gezeichnet, welches durch eine Konvergenz sich scheinbar widerstrebender Vorstellungen geprägt ist: auf der einen Seite Widerstand, Authentizität und Rebellion, auf der anderen Kommerz, Zustimmung und Massentauglichkeit. Veranschaulicht wird dies am Beispiel Kurt Cobains, wobei Falkenhayner die These aufstellt, dass der Rocksänger gerade durch seine permanenten eigenen Deheroisierungsversuche die Voraussetzung dafür schuf, zu einer paradoxen Heldenfigur zu werden, nämlich zum Helden der sogenannten ‘Generation X’, die eigentlich für einen postmodernen und damit auch postheroischen Zeitgeist steht. Diese Schlüsselhypothese scheint allerdings der Vielschichtigkeit des Sachverhaltes nicht gerecht zu werden und Cobain zu viel Einfluss auf den Heroisierungsdiskurs zuzuschreiben. Schließlich war Cobain bereits zu Lebzeiten gegen die Kommerzialisierung und Heroisierung seiner selbst nahezu machtlos, sodass das zentrale Deutungsmoment vielmehr bei den Medien sowie den Anhängern des Musikers zu liegen scheint.

Im Beitrag von Nicolas Detering und Johannes Franzen werden von Eltern verfasste Trauergedichte über den Tod von im Ersten Weltkrieg gefallenen Söhnen analysiert. Dabei handelt es sich um ein ambivalentes Phänomen, weil es in ihm aufgrund der kriegsbedingten „Vergesellschaftung von Identitäten“ (S. 184) zu einer Überlagerung von Intimität des persönlichen Schmerzes einerseits und Kollektivismus nationaler Rechtfertigung andererseits kommt. Besonders gelungen ist die Identifikation eines Beiproduktes dieses Spannungsfeldes zwischen individueller Trauer und Kollektivgeist, nämlich das vermehrte Aufkommen von Trauergedichten von Verfassern, welche selbst kein Kind im Krieg verloren hatten – also von Rollengedichten, die dem Authentizitätsanspruch von Erlebnislyrik zuwiderliefen. Die Trauer der Eltern war keine reine Familienangelegenheit mehr, da die nationale Identität mit der Familienidentität in Konkurrenz getreten war.

Einen Höhepunkt des Bandes stellt der Beitrag von Johanna Pink und Olmo Gölz dar, worin nach den Gründen gefragt wird, weshalb sich die Begräbnisse von Gamal Abdel Nasser (1970) und Ayatollah Khomeini (1989) zu spontanen Massenveranstaltungen mit um sich greifender Hysterie entwickelten, die den Heldenstatus der Verstorbenen zu großen Teilen (mit-)konstituierten. Dies liege nicht allein an dem herausgehobenen Status der Toten und ihrer Rolle als Revolutionäre, Staatenlenker oder charismatische bzw. spirituelle Führer. Vielmehr wurde ihr Tod als Epochenbruch wahrgenommen, weil Nasser und Khomeini als „welthistorische Individuen“ gesehen wurden, „deren Taten einen Zustand und Weltverhältnisse hervorgebracht haben, welche nur ihre Sache und ihr Werk zu sein scheinen“[2] (S. 233). Der Rückgriff auf Hegel erfolgt hier nicht nur als eleganter Kunstgriff, sondern wird durchaus gewinnbringend verwertet: Da Nasser und Khomeini sowohl als Repräsentanten der ihnen zugeschrieben ‘neuen’ Ordnung fungierten als auch als deren einzige Garanten, resultierte aus ihrem Tod eine Unsicherheit darüber, ob mit ihnen auch ihr „Werk“, also die von ihnen geformte und geprägte Nation, in eine neue Zeit überführt werden könne.

Ebenso scharfsinnig ist Ulrich Bröcklings Beitrag über die sogenannte „casualty shyness“ (S. 247) westlicher Staaten und die daraus resultierenden Herausforderungen an die postheroische Kriegsführung. Es wird festgehalten, dass es nicht die Bereitschaft zum Selbstopfer ist, welche sich in den westlichen Nationen geändert hat, sondern die Möglichkeit, den Soldatentod als solches zu verklären. Jeder tote Soldat werde nur mehr als Skandalon wahrgenommen. Westliche Staaten müssten bei der Kriegsführung also eigene Verluste tunlichst vermeiden sowie dafür Sorge tragen, dass die Getöteten durch ihre mediale Präsenz nicht die öffentliche Unterstützung des Krieges oder zumindest dessen stille Hinnahme untergraben. Das subversive Potential von Gefallenen sucht man seitens der Staatsführung durch umfassende nekropolitische Maßnahmen einzudämmen. So ehrt man die Toten auf verschiedene Weise und räumt ihnen einen Heroenstatus ein – Bröckling vergleicht diese Praktiken ebenso originell wie treffend mit Abwehrzaubern.

Joachim Grage führt anhand des Beispiels der von Anders Breivik in Norwegen ausgeführten Anschläge aus, inwiefern sich Amoklauf und Terroranschlag im Hinblick auf mit ihnen in Zusammenhang stehende Heroisierungsdiskurse unterscheiden. Während es sich bei Amokläufen um scheinbar sinnloses Töten ohne „höheres Ziel“ handele, weshalb sie per definitionem außerhalb heroischer Diskurse stünden, böten Terroranschläge durchaus die Möglichkeit für Heroisierungen. Diese Differenzierung erscheint zwar für die potentielle Überhöhung der Täter durchaus sinnvoll, verschwimmt allerdings bei Opfern, Helfern und Rettern, da es bei diesen Gruppen auch im Kontext von Amokläufen – wie auch Verkehrsunfällen, Industrieunglücken oder Naturkatastrophen – zur Heroisierung kommen kann.[3]

Magnus Striet stellt in seinem Beitrag die Frage, wie und warum es in der durch theologische Obsoleszenz geprägten europäischen Moderne zur Konstruktion von neuen, ganz unheldischen Helden kommt. Die Bedeutungslosigkeit der ‘alten’, religiösen Weltausdeutung ermögliche erst eine neue, welche auch neuartige Heroen hervorbringt. Denn – so wird klargestellt – es gibt keine Gesellschaft, die nicht ihre Helden hervorbringe (S. 278). Der absurde Held der Moderne entstehe aus der existentiellen Gewissheit heraus, ungetröstet bleiben zu müssen (S. 284). Das liege daran, dass der ‘moderne’, europäische Mensch zwar den Tod weiterhin als Skandalon empfindet und sich nicht von Erlösungssehnsüchten zu lösen vermag, gleichzeitig jedoch religiöse Bewältigungsstrategien ihre Überzeugungskraft und Glaubwürdigkeit eingebüßt haben. Dem könnte man eine optimistischere Auffassung entgegenhalten, welche dem westlich-säkularisierten Menschen nicht die Fähigkeit abspricht, sich von religiöser Erlösungssehnsucht befreien zu können.[4] Die vorgenommene Erweiterung altbekannter Theorien zur Säkularisierungstendenz in der westlichen Gesellschaft um das Moment einer fortbestehenden Sehnsucht nach religiösen Trostangeboten ist aber durchaus gelungen.

Es mag verwundern, dass das Buch keine Konzeptualisierung des Heldenbegriffes bietet, also offengelassen wird, was im Kontext des Sammelbandes unter einem „Held“ bzw. einer „Heldin“ verstanden wird. Dabei muss man sich allerdings klarmachen, dass das, was eingangs (S. 9) über heroische Tode gesagt wird, dass sich ihre semantische und affektive Aufladung, Ästhetisierung und Erzählung historisch und kulturell spezifisch gestaltet, ebenso für Heldengestalten als solche gilt. Eine dieser historischen Wandelbarkeit des Heroischen gerecht werdende, diachrone und kulturübergreifende Begriffsbestimmung scheint vor diesem Hintergrund schwer lieferbar. Ein durchaus gangbarer und unter Umständen auch hilfreicher Weg wäre allerdings eine heuristische Arbeitsdefinition gewesen. Ebenso bereitet die eingangs erwähnte Feststellung, ein Heldentod beziehe sich immer auf eine „höhere Sache“ (S. 12), Schwierigkeiten. Wo ist dieser höhere Zweck beispielsweise im Falle von Kurt Cobain, Robert Falcon Scott oder auch Kleopatra zu verorten?

Diese Kritikpunkte tun allerdings der Tatsache keinen Abbruch, dass gerade der breite, interdisziplinäre Zugang zur Thematik eine Stärke des Buches ausmacht und neue Perspektiven eröffnet. Der Band stellt insgesamt einen innovativen und spannenden Beitrag zur im Moment in der Forschung sehr präsenten Heldenthematik dar.

Autoren und Titel

I. Der Tod des Helden und der heroische Tod
Peter Eich / Anna Schreurs-Morét / Sitta von Reden: Philosophensterben – Heldensterben? Der heroische Tod des Sokrates und Seneca
Stefan Tilg: Zur Rolle des Todes in der Heroisierung antiker Dichter
Achim Aurnhammer: ‘Make Death Proud to Take Us’: Der Tod der Kleopatra in Literatur und Kunst der Frühen Neuzeit
II. Grenzüberschreitungen
Jürgen Dendorfer: Der Tod des Ritters im hohen Mittelalter
Barbara Korte: ‘Scott of the Antarctic’: Tod, Sterben und heroische Reputation
Nicole Falkenhayner: Kurt Cobains Tod: Zur Konstruktion eines paradoxen Generationenhelden
III. Die Toten heroisieren
Ralf von den Hoff: Heldenleichen im Bild. Die Bergung von Gefallenen und der Heroismus der Athener
Nicolas Detering / Johannes Franzen: Heldentod und Heldentrauer. Verhaltensregeln im Ersten Weltkrieg zwischen Authentizitätsanspruch und Rollendichtung
Dietmar Neutatz: Der erfundene Heldentod. Die Legende von den 28 Panfilov-Männern
Cornelia Brink: Sein letztes Bild. Von der Unsichtbarkeit des Sterbens im NS-Heldenkult um Soldaten
Johanna Pink / Olmo Gölz: Die Drohung der ungewissen Zukunft. Der Tod Nassers und Khomeinis als Epochenbruch
Ulrich Bröckling: ‘Bloß keine Leichensäcke!’: Eine Hantologie psychologischer Kriegsführung
IV. Heldentod? Neue Konfigurationen im 21. Jahrhundert
Joachim Grage: Postheroischer Heldentod? Heroisierungen im Umfeld des Utøya-Attentats
Magnus Striet: ‘Wir leben sterbend’ (Lukas Bärfuß). Über eine Spielart des Heroischen im Zeichen des Sisyphos

Notes

[1] Zu diesem konstitutiven ‘Außen’ und dessen Bedeutung für die normative Überhöhung von Individuen siehe Stephan Moebius: ‘Die Sakralisierung des Individuums. Eine religions- und herrschaftssoziologische Konzeptionalisierung der Sozialfigur des Helden’, in: J. Rolshoven / T. Janosch Krause / J. Winkler: Heroes. Repräsentationen des Heroischen in Geschichte, Literatur und Alltag. Bielefeld: Transcript 2018, S. 45–46; Tobias Schlechtriemen: ‘Der Held als Effekt. Boundary work in Heroisierungsprozessen’, in: Berliner Debatte Initial 29,1 (2018) S. 106–119.

[2] Georg Wilhelm Friedrich Hegel: Vorlesungen über die Philosophie der Geschichte. Frankfurt a. M.: Suhrkamp 201511, S. 46 [Hervorhebungen im Original].

[3] Man bedenke beispielsweise das Phänomen der sog. „first responders“ in den U.S.A. oder die Heroisierung von Feuerwehrleuten oder Bergrettern.

[4] Als Beispiel für eine solche Ansicht sei hier auf Sigmund Freud verwiesen: „Sie fürchten wahrscheinlich, er [der Mensch] wird die schwere Probe [gemeint ist die Loslösung von der ‘religiösen Illusion’] nicht bestehen? Nun, lassen Sie uns immerhin hoffen. Es macht schon etwas aus, wenn man weiß, daß man auf seine eigene Kraft angewiesen ist. Man lernt dann, sie richtig zu gebrauchen“. Sigmund Freud: Die Zukunft einer Illusion. Leipzig et al.: Internationaler Psychoanalytischer Verlag 1928, S. 30.