BMCR 2015.08.10

ΕΝ ΚΑΛΟΙΣ ΚΟΙΝΟΠΡΑΓΙ

, ΕΝ ΚΑΛΟΙΣ ΚΟΙΝΟΠΡΑΓΙΑ: hommages à la mémoire de Pierre-Louis Malosse et Jean Bouffartigue. Revue des Études Tardo-antiques (RET) Supplément, 3. Nanterre: Textes pour l'Histoire de l'Antiquité Tardive, 2014. xix, pp. 544. ISBN 9782955123706. (pb).

[The Table of Contents is given below.]

2013 verstarben mit Pierre-Louis Malosse und Jean Bouffartigue zwei herausragende Wissenschaftler, deren Werk jedem Erforscher des späteren vierten Jahrhunderts bekannt sein sollte. Beide begannen ihre Karrieren mit exzellenten Dissertationen, deren Themenfeld sie ihr ganzes Forscherleben treu blieben und die somit den Grundstein für ihre Lebensleistungen bildeten: Bei Malosse war dies Libanios, bei Bouffartigue Julian. Gewiss aber waren es nicht nur die zeitliche Nähe der Todesfälle und die thematische Verwandtschaft ihrer Forschungsschwerpunkte, sondern auch die großen Schnittmengen im Kreis der Freunde der Verstorbenen (die aus den zumeist an beide gerichteten Widmungen der einzelnen Aufsätze deutlich wird), die zu der durchaus zu befürwortenden Entscheidung, eine Gedenkschrift für beide Gelehrte herauszugeben, geführt hat.

Zunächst ein allgemeiner Überblick: Die Gedenkschrift enthält 26 Aufsätze sowie zwei einleitende biographische Skizzen, von denen siebzehn sowie die Kurzbiographien in französischer, sieben in italienischer sowie jeweils einer in englischer und in spanischer Sprache gehalten sind; zudem ist jedem Aufsatz eine informative englischsprachige Zusammenfassung vorangestellt. Die Beiträge sind alphabetisch nach den Autorennamen geordnet (mit Ausnahme des am Schluss platzierten von Thelamon), so dass trotz einem Schwerpunkt auf den Interessensgebieten der Geehrten thematisch ähnliche Aufsätze verstreut aufzufinden sind. Eine thematische Unterteilung (nach der auch diese Rezension strukturiert ist) wäre folgendermaßen denkbar: Fünf Studien behandeln Kaiser Julian (Boulnois, Martin, Schamp, Soler, Thelamon), drei Libanios (André, Criscuolo, Lançon) und zwei beide Persönlichkeiten (Casella, Célérier). Fünf weitere Beiträge sind nicht speziell Julian oder Libanios gewidmet, befassen sich aber mit zeitgenössischen Aspekten oder mit Themen, für die auch Libanios als Quelle relevant ist (Bry, Callu, Penella, Quiroga Puertas, Scafoglio). Sechs Aufsätze entstammen anderen Feldern der Spätantike und der frühbyzantinischen Zeit (Bakhouche, Blétry, Corcella, Griffe, Maltese, Wolff). Die verbleibenden fünf Aufsätze befassen sich mit griechischen Autoren der Kaiserzeit (Amato, Cabouret, Frazier, Pouderon, Ventrella).

Die einleitende Kurzbiographie von Malosse stammt von Bernard Schouler (S. V-XIII), die Bouffartigues von Charles Guittard (S. XV-XIX). Beide informieren gut und in kompakter Weise über Leben und Werk der verdienten Gelehrten. Bei Bouffartigue wäre noch dessen kompetente Rezensionstätigkeit (siehe etwa Gnomon 81 (2009), S. 237-241 zu Klaus Rosens Julianbiographie) zu ergänzen, die sich auch für (gerechtfertigte) Verrisse nicht zu schade war (etwa Revue des études latines 80 (2002), S. 416 zur Dissertation von Pierre Renucci). Zudem vermisst man für beide Forscher ein Schriftenverzeichnis.

Julian: Marie-Odile Boulnois (S. 103-128) weist nach, dass Julians Galiläerschrift als Antwort auf die Schrift des Origenes gegen Kelsos konzipiert ist. Ziel Julians ist es, argumentatorische Lücken im Werk des Kelsos (unbewusste durch die Auslassung ergiebiger Bibelstellen, bewusste durch Auslassung von möglichen Gegenargumenten), mit dem Julian auch nur wenige Übereinstimmungen aufweist, zu füllen und die Argumente des Origenes zurückzuweisen. Die Anküpfung Julians an Origenes lässt sich dadurch belegen, dass beide auf ähnliche Bibelstellen zurückgreifen und ähnliche Argumentationsgänge aufweisen.

Der gelungenste Beitrag ist der von Annick Martin zum Tod Julians (S. 313-330). Nach einem allgemeinen Überblick über die unterschiedlichen Darstellungen der Ereignisse in den Quellen wird hierin die Entwicklung der Mercurius-Legende mit Schwerpunkt auf den ikonographischen Quellen geboten. Als weiterführender Hinweis zu diesem zweifellos noch ausgesprochen ertragreichen Forschungsfeld sei angemerkt, dass in einigen Darstellungen zudem Maria als Auftraggeberin der Tötung Julians auftritt (Klaus Schreiner, Maria. Leben, Legenden, Symbole, München 2003, S. 100 mit einer weiteren Bildquelle).

Jacques Schamp (S. 421-474) untersucht das Verhältnis zwischen Julian und Themistios. Hauptquelle für die (im vierten Unterkapitel etwas langwierige) Untersuchung sind der Brief Julians an Themistios und der nur in einer arabischen Übersetzung erhaltene Brief des Themistios an Julian, den Schamp als weitgehend unergiebig erachtet. Desweiteren verfolgt Schamp die Karriere des Themistios unter Julian (die in späteren Quellen behauptete Bekleidung der Stadtpräfektur Konstantinopels lehnt er als unhistorisch ab) und seine (wenigen) Bezugnahmen auf Julian in späteren Reden. Zur Juliankritik des Themistios sei noch verwiesen auf Christopher Jones, „Themistius after the death of Julian“, in: Historia 59 (2010), S. 501-506.

Emmanuel Soler (S. 475-496) analysiert den von Julian berichteten Traum in der Rede gegen Herakleios, der ausführlich mit dem Traum Scipios in Ciceros de re publica verglichen wird. Soler geht zudem auf gemeinsame philosophische Elemente mit Zeitgenossen wie Saloustios ein. Hierzu sei noch angemerkt, dass Fausta nicht die Tochter des Maxentius (S. 479), sondern die Maximians ist.

Françoise Thelamon (S. 525-544) vergleicht die Berichte über das Scheitern Julians bei Ammianus und Rufinus. Der Mehrwert dieses Beitrages wird nicht recht ersichtlich, da die Auswahl der verglichenen Autoren recht willkürlich anmutet und die Ausführungen zu den einzelnen Autoren auch verlustlos für sich gelesen werden können. Sinnvoller wäre etwa eine Untersuchung zur Erweiterung und Umformung der Darstellung des Rufinus bei den ihn benutzenden Kirchenhistorikern (Sokrates, Sozomenos, Theodoret).

Libanios: Laury-Nuria André (S. 29-51) arbeitet die Bedeutung der in dieser Form einzigartigen Darstellung des Flusses (von Wasser und Wind) für die Darstellung der städtischen Landschaft im Antiochikos (Rede 11) des Libanios heraus. In der ansonsten vollständigen Zusammenstellung der Ausgaben unbeachtet bleibt die von Georgios Fatouros und Tilman Krischer (Wien 1992).

Ugo Criscuolo (S. 229-242) bietet eine ausgesprochen reichhaltige und nützliche Zusammenstellung der Anlehnungen und Reminiszenzen des Libanios an die griechischen Tragiker (Euripides, Aischylos, Sophokles). Insgesamt hält Criscuolo trotz der Möglichkeit der Benutzung von Anthologien und Sprichwortsammlungen eine direkte Kenntnis der Tragiker durch Libanios für möglich.

Bertrand Lançon (S. 289-304) vergleicht die Darstellung der Krankheiten in den autobiographischen Schriften des Libanios (Rede 1) und Augustinus ( Confessiones). Er zeigt, dass Libanios Krankheiten als Hindernis ansieht (siehe in diesem Zusammenhang auch den Beitrag Penellas), während bei Augustinus eine Christianisierung der Krankheit stattfindet, die ihm den Anlass zur Konversion geboten hat.

Julian und Libanios: Marilena Casella (S. 169-195) untersucht die Darstellung der Persönlichkeit Julians in den Reden des Libanios. Sie stellt fest, dass die insgesamt nicht neuen Grundwerte, die Libanios Julian zuschreibt, von ihm dennoch frei wiederverwendet werden, um ein günstiges Bild Julians zu zeichnen, ohne dass allerdings von einer systematischen Wahrheitsverzerrung auzugehen ist. Bei der Herausarbeitung der Gegensätze zwischen Julian und seinen Vorgängern verbleibt Casella allerdings zu sehr auf der rein rhetorischen Ebene; eine Untersuchung des politischen Alltags zeigt hingegen Ähnlichkeiten und stellenweise klare Anknüpfungen Julians an seine direkten Vorgänger.

Pascal Célérier (S. 197-222) untersucht die Verwendung des Begriffes mártys bei Julian und Libanios und kommt zu dem Ergebnis, dass bei beiden Autoren eine bewusste Bemühung um eine Repaganisierung dieses vom Christentum vereinnahmten Begriffes feststellbar ist.

Zeit des Julian und des Libanios: Catherine Bry (S. 129-152) bietet eine biographische Skizze von Akakios, dem anderen offiziellen Sophisten Antiochias, die vor allem aus Libanios und Eunapios gearbeitet ist. Sie stellt fest, dass, auch wenn sich der Status des offiziellen Sophisten sicher ermitteln lasse, sein genauer Status (imperialer oder städtischer Sophist) nicht sicher feststellbar sei. Allerdings sei die Frage unergiebig, da das Schrifttum des Libanios bezeuge, dass eine vollkommen klare Trennung nicht möglich ist.

Der kurze und postum publizierte Aufsatz von Jean-Pierre Callu (S. 165-168) teilt zwei Beobachtungen zur Historia Augusta mit: Die Angabe zu Maxentius in der Elagabalvita (35,6) passt in die 370er- oder noch eher in 380er-Jahre. Die von Philippus Arabs bis Valerian reichende Lücke in den Viten ist unbeabsichtigt und darin begründet, dass die ersten Blätter von Pollios mit dem Jahr 244 beginnenden Werk verlorengegangen sind. Die erstgenannte These scheint die Aussagekraft der Stelle überzubeanspruchen; die zweitgenannte These dagegen bietet eine erwägenswerte Anregung, die hoffentlich weitere Beiträge zur Folge hat.

Robert J. Penella (S. 331-347) trägt eine Reihe von Texten zuammen, in denen sich Redner der Aufforderung verweigern, ihre Redekunst zu praktizieren. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Es soll kein Gewöhnungseffekt entstehen (Himerios, Chorikios), es wird auf das Fehlverhalten von Studenten oder Einzelpersonen reagiert (Libanios), das Publikum ist aufgrund seines jungen Alters ungeeignet (Chorikios), der Redner ist nicht ausreichend vorbereitet und benötigt mehr Zeit (Cassiodor, Themistios), oder die gewünschte Rede ist aufgrund von körperlichen Voraussetzungen (Krankheit, Ausdauer der Stimmkraft, klimatische Bedingungen) nicht möglich. Penella stellt fest, dass die Verweigerung einer Rede ebenso wie die Rede selbst als Akt der Machtausübung angesehen werden kann und dem Redner auch eine Aussage über sich selbst oder das Publikum ermöglicht.

Alberto Quiroga Puertas (S. 395-404) untersucht die Bedeutung des Gerüchtes bei Ammianus Marcellinus. Er erachtet das häufige Auftreten von Gerüchten bei selbigem als Reflex der Instabilität der kaiserlichen Herrschaft, insbesondere bei Constantius II. Allerdings wird Quiroga Puertas dem Thema nicht vollkommen gerecht. Untersucht werden nämlich die Fälle, in denen Gerüchte als Einflussfaktoren für menschliches (und vor allem: kaiserliches) Handeln auftreten. Unbeachtet bleibt hingegen die Bedeutung des Gerüchtes als Quelle wie etwa in 22,13,3 (Brand des Heiligtums in Daphne) und 25,10,12-13 (Tod Kaiser Jovians). Folgende Fehlzitate fielen auf: S. 398 21,5,8 (richtig 31,5,8) und S. 399 35,8,13 (richtig 25,8,13).

Giampiero Scafoglio (S. 405-419) arbeitet die Verknüpfung von Städten und Wasser im Ordo urbium nobilium des Ausonius heraus, der ein doppelter Sinn zuzuschreiben ist: Ein pragmatischer durch die Bedeutung von Gewässern für die Verteidigung sowie den Waren- und Handelsverkehr und ein ästhetischer.

Die Beiträge zur sonstigen Spätantike und zur Kaiserzeit seien nur kurz zusammengefasst: Béatrice Bakhouche (S. 53-71) stellt die Bezugnahmen auf Empedokles in den lateinischen Texten von Cicero bis Augustinus zusammen und zeigt, dass das Interesse der Römer vor allem an den Ideen zur Naturkunde und denen zur Seele besteht. Sylvie Blétry (S. 73-101) demonstriert am Beispiel der syrischen Festung Zenobia, dass der Bericht des Prokopios in de aedificiis durch den archäologischen Befund gestützt werden kann und dieses Werk allgemein größere Glaubwürdigkeit verdient. Aldo Corcella (S. 223-227) vergleicht die Fragmente 403 und 408 des Eupolis bei Chorikios und Photios und stellt fest, dass es sich um denselben Text handelt; die darüber hinausgehenden Inhalte seien eigene Zusätze des Chorikios. Michel Griffe (S. 265-288) wertet in seinem gleichermaßen die Epigraphik und Phonetik betreffenden Aufsatz die afrikanischen Inschriften als Quelle für die spätantike Metrik aus. Enrico V. Maltese (S. 305-311) unterzieht die Bestandteile von Theodoros Studita und Johannes Chrysostomos im Codex Parisinus Graecus 1491 f. 103r einer Neubewertung. Der Beitrag von Étienne Wolff (S. 513-523) besteht aus fünf kleineren Studien zu dem Dichter Dracontius, darunter zu dessen Quellenwert für das Interesse der Vandalen an Kultur und seiner Beeinflussung durch Lucan.

Kaiserzeit: Eugenio Amato (S. 3-28) bemüht sich um den Nachweis, dass die 18. Rede des Dio Chrysostomos nicht an Titus oder an Nerva, sondern an Trajan gerichtet ist. Bernadette Cabouret (S. 153-164) untersucht ein wohl aus dem 1. Jh. n. Chr. stammendes Grabepigramm aus Antiochia, das über Begräbnispraktiken informiert. Françoise Frazier (S. 243-264) analysiert Plutarchs Dialog de facie. Bernard Pouderon (S. 349-393) widmet sich den alttestamentarischen Zitaten in Justins Dialog mit dem Juden Tryphon und gelangt zu dem Schluss, dass Justin auf ältere Zitatsammlungen zurückgreift, diese aber mit eigenen Zusätzen erweitert. Gianluca Ventrella (S. 497-512) steuert eine Reihe von textkritischen Bemerkungen zur olympischen Rede des Dion von Prusa bei.

Den insgesamt gelungenen und kompetenten Aufsätzen steht ein Band gegenüber, der in seiner Gestaltung in einem deutlichen Gegensatz dazu steht: Dass die Anordnung der Aufsätze nach den Autorennamen und nicht nach den (thematisch heterogenen) Inhalten der Aufsätze erfolgt, wurde bereits erwähnt. Register jeglicher Art sucht man vergeblich. Gelegentlich treten Fehler auf, bei denen es sich nicht um die üblichen entschuldbaren Verschreibungen, die auch nur in geringer Zahl vorhanden sind (S. II s.v. Schamp: 412, richtig 421; S. 85: Mickael; S. 319, Anm. 37: 1878, richtig 1978; S. 430, Anm. 38: 10,16,5, richtig 10,16,3), sondern um technische Mängel handelt (S. VI fehlt Anm. 2 im Textteil, dafür tritt Anm. 1 doppelt auf; das gilt ebenso für S. 33, Anm. 13 bzw. 12; Anm. 6 von S. 527 beginnt trotz ausreichenden räumlichen Möglichkeiten bereits auf S. 526). Zuletzt ist die Bindung von einer recht mäßigen Qualität, so dass sich bereits nach kurzem Zeit erste Auflösungserscheinungen bemerkbar machen.

Von fachlicher Seite handelt es sich somit insgesamt um einen des Anlasses würdigen Beitrag. Jeder Forscher, dem es gelingt, einen Kreis aus Schülern, Kollegen und Freunden um sich zu scharen, der einen Band von ähnlicher Qualität hervorbringt, kann auf sein Lebenswerk stolz sein. Positiv ist zudem hervorzuheben, dass sich die für Festschriften typische Bandbreite der behandelten Themen trotz allem in einem vertretbaren Rahmen hält und der Fokus mit der Zeit von Julian und Libanios auf einem klar abgegrenzten Teil der Spätantike liegt.

Table of Contents

Avant-propos (S. III-IV)
Bernard Schouler, Commémoration de Pierre-Louis Malosse (S. V-XIII
Charles Guittard, Commémoration de Jean Bouffartigue (S. XV-XIX)
Eugenio Amato, Dione de Prusa precettore di Traiano (S. 3-28)
Laury-Nuria André, L’image de la fluidité dans la construction du paysage urbain d’Antioche chez Libanios: proposition pour une poétique de „l’effet retour“ (S. 29-51)
Béatrice Bakhouche, Quelques remarques sur les présocratiques à Rome: la figure d’Empedocle de Cicéron à saint Augustin (S. 53-71)
Sylvie Blétry, Guerre et paix sur l’Euphrate entre Perse et Byzance au temps du Justinien: si vis pacem, para bellum. Les apports de l’étude du cas historique et archéologique de Zenobia (S. 73-101)
Marie-Odile Boulnois, Le Contre les Galiléens de l’empereur Julien répond-il au Contre Celse d’Origène? (S. 103-128)
Catherine Bry, Acacios, l’autre sophiste officiel d’Antioche (S. 129-152)
Bernadette Cabouret, Une épigramme funéraire d’Antioche (S. 153-164)
Jean-Pierre Callu, Deux réflexions à propos de la structure de l’Histoire Auguste (S. 165-168)
Marilena Casella, Elogio delle virtù nell’immagine politica di Giuliano in Libanio (S. 169-195)
Pascal Célérier, Les emplois ambigus et polémiques du terme mártys chez Julien et Libanios (S. 197-222)
Aldo Corcella, Un frammento di Eupoli in Coricio (F 403 = 408 K.-A.) (S. 223-227)
Ugo Criscuolo, Mimesi tragica in Libanio (S. 229-242)
Françoise Frazier, De la physique à la métaphysique. Une lecture du De facie (S. 243-264)
Michel Griffe, L’évolution des formes métriques tardives dans les inscriptions d’Afrique romaine (S. 265-288)
Bertrand Lançon, Libanios et Augustin malades. Les confidences nosologiques de deux autobiographes dans le dernier tiers du IVe siècle (S. 289-304)
Enrico V. Maltese, Il testo genuino di Teodoro Studita, Epitafio per la madre (BHG 2422), e Giovanni Crisostomo: unicuique suum (S. 305-311)
Annick Martin, La mort de l’empereur Julien: un document iconographique éthopien (S. 313-330)
Robert J. Penella, Silent Orators: On Withholding Eloquence in the Late Roman Empire (S. 331-347)
Bernard Pouderon, Les citations vétérotestamentaires dans le Dialogue avec le juif Tryphon des Justin: entre emprunt et création (S. 349-393)
Alberto Quiroga Puertas, Breves apuntes al uso del rumor en las Res Gestae de Amiano Marcelino (S. 395-404)
Giampiero Scafoglio, Città e acque nell’Ordo urbium nobilium di Ausonio (S. 405-419)
Jacques Schamp, Thémistios, l’étrange préfet de Julien (S. 421-474)
Emmanuel Soler, „Le songe de Julien“: mythes et révélation théurgique au IVe siècle apr. J.-C. (S. 475-496)
Gianluca Ventrella, Note critico-testuali all’Olimpico di Dione di Prusa (III) (S. 497-512)
Étienne Wolff, Quelques notes sur Dracontius (S. 513-523)
Françoise Thelamon, Échecs et vaines entreprises de Julien par manque de discernement des volontés divines (S. 525-544)